61. Treffen des Arbeitskreises Angewandte Gesprächsforschung vom 10.-11. November 2017 in Düsseldorf

Ort: Haus der Universität der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf

Deadline Call for Papers: 15. September 2017 (CfP als pdf)

Rahmenthema: Die Rolle von „good practice“ in der Angewandten Gesprächsforschung

Das Anmeldeformular finden Sie hier (als pdf).

Das aktuelle Programm finden Sie hier (als pdf).

Ein Ziel der Angewandten Gesprächsforschung ist es, aus Analyseergebnissen Handlungsempfehlungen für die untersuchte Praxis abzuleiten und zu vermitteln, z.B. in Aus- und Fortbildungen, Workshops, Schulungen. Bisher liegt der Fokus der Analysen und Vermittlungsbemühungen vor allem auf typischen kommunikativen Problemen (Brünner/Fiehler/Kindt 1999, Fiehler 2001). Das 61. Treffen des AAG möchte theoretische und methodische Anstöße für Untersuchungen und Auswertungen geben, in denen zum Zweck der Vermittlung von Ergebnissen in die Praxis der Fokus auf Kategorien positiver Bewertung gelegt wird (Menz/Lalouschek/Gstettner 2008; Meer 2012; Brünner/Pick 2017).

Dabei soll die Tagung von folgenden Leitfragen getragen werden:

- Worin bestehen mögliche Kategorien positiver Bewertung bzw. wie können sie gewonnen werden?

- Wie lässt sich good practice theoretisch und methodisch fassen?

- Inwiefern müssen Spezifika verschiedener institutioneller Handlungsfelder bei der Bestimmung von good practice berücksichtigt werden? Welche Rolle spielen dabei die Gesprächsdaten? Welche Rolle spielen die Bewertungen der Gesprächsteilnehmer?

- Wie ist der Einfluss von Zielsetzungen und institutionellen Gegebenheiten bei der Bewertung sprachlichen Handelns als good practice zu berücksichtigen?

- Welche Ansatzpunkte von good practice lassen sich in typischen gesprächslinguistischen Projekten herausarbeiten, in denen der Fokus traditionell in der Regel nicht zentral auf Kategorien positiver Bewertung liegt.

- Wie lassen sich Erkenntnisse zu good practice mit Ergebnissen zu kommunikativen oder strukturellen Handlungsproblemen für die Rückkopplung in die Praxis kombinieren?

- Wie können Kategorien von good practice in Trainings umgesetzt werden?

Willkommen sind Beiträge aus allen Feldern der Angewandten Gesprächsforschung, die Ihre Ergebnisse auf der Basis empirischer interaktionaler Daten gewinnen. Auch theoretische Beiträge, methodische Vorschläge zum Gewinnen von Bewertungen aus Aufnahmen und ggf. ergänzenden Erhebungen und Ergebnissen empirischer Analysen aus verschiedensten Handlungsfeldern sind willkommen sowie didaktische Vorschläge zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen.

Literatur

Brünner, Gisela/Pick, Ina (2017): Anwendung revisited – 30 Jahre Angewandte Gesprächsforschung und Perspektiven ihrer künftigen Entwicklung. Vortrag gehalten auf dem 60. Arbeitstreffen des Arbeitskreises Angewandte Gesprächsforschung im Mai 2017

Brünner, Gisela/Fiehler, Reinhard/Kindt, Walther (Hg.) (1999): Angewandte Diskursforschung. Bd. 1: Grundlagen und Beispielanalysen u. Bd. 2: Methoden und Anwendungsbereiche. Opladen/Wiesbaden.

Fiehler, Reinhard (2001): Gesprächsforschung und Kommunikationstraining. In: Brinker, Klaus et al. (Hg.): Text- und Gesprächslinguistik. Ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung. Zweiter Halbband: Gesprächslinguistik. Berlin, New York: de Gruyter, 1697-1710.

Meer, Dorothee (2012): „wie würden sie da argumenTIEren.“ – Lehrendenfragen im Rahmen hochschulischer Lehr- Lern-Kommunikation: Ein gesprächsanalytischer Beitrag zur Entwicklung kommunikativer Empfehlungen. In: Günthner, Susanne/Meer, Dorothee et al. (Hrsg.): Kommunikation und Öffentlichkeit: Sprachwissenschaftliche Potenziale zwischen Empirie und Norm. Berlin: De Gruyter, 267-294.

Menz, Florian / Lalouschek, Johanna / Gstettner, Andreas (2008): Effiziente ärztliche Gesprächsführung. Optimierung kommunikativer Kompetenz in der ambulanten medizinischen Versorgung. Ein gesprächsanalytisches Trainingskonzept Wien/Berlin: LIT Verlag.

 

Folgende Beitragsformen sind möglich:

- Vorträge (20 bis 30 Min.),

- Vorträge mit Datenpräsentation (mind. 30 Min.),

- Datensitzungen (i. d. R. 90 Min.),

- Übungen (Vorstellen/Durchführen von Trainingsmethoden) (30 bis 60 Min.),

- Berichte aus der Praxis von Praktiker/innen (15 bis 45 Min.)

Vorgaben für einzureichende Abstracts: 200 - 300 Wörter inkl. folgender Angaben:

- Datenbasis

- verwendete Methode(n)

- vorzustellende (oder in einer Datensitzung zu erarbeitende) Erkenntnisse

- Anwendungsbezug

Bitte senden Sie Ihr Abstract an die folgende Adresse: mroczynski@phil.hhu.de

 

Tagungsort:

Haus der Universität

Schadowplatz 14

40212 Düsseldorf

http://www.hdu.hhu.de/

 

Informationen zur Anfahrt und zu Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie hier (als pdf).

 

Kontakt:

Dr. Robert Mroczynski

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Institut für Germanistische Sprachwissenschaft und Mündliche Kommunikation

Universitätsstr. 1

D-40225 Düsseldorf

mroczynski@phil.hhu.de